Über mich

Seit fast 20 Jahren lebe ich mit meiner Familie in der Altmark. Dort bin ich nach vielen Jahren Pause auch wieder zum und auf’s Pferd gekommen. Heute leben bei uns vier Pferde, drei Katzen und eine wechselnde Anzahl von Hühnern.

Mit dreizehn Jahren war der Höhepunkt meiner reiterlichen Laufbahn die Teilnahme am „Reitertag“ im örtlichen Reitverein mit dem „Gewinn“ einer braunen (!) Schleife – das warʼs dann auch: erstmal kam Schule, erwachsen werden, Job, Studium, Kinder, Haus und Hof. 

Meinen Beruf als Grafikerin habe ich in einem Kinder -und Jugendbuchverlag begonnen. Seit meinem Grafik-Design-Studium mit Schwerpunkt Fotografie arbeite ich als selbstständige Grafikerin im Bereich Anzeigensatz, der Gestaltung von Flyern, Zeitschriften, Broschüren und Büchern oder der Logoentwicklung. Außerdem arbeite ich seit mehr als 20 Jahren für einen Messezeitungsverlag. In den letzten Jahren sind wieder Fotografie & Film verstärkt in den Fokus gerückt.

Mit Pferden habe ich fast 30 Jahre lang nichts zu tun gehabt, bis mich eine Freundin überredete – wieder war es ein Reiterhof im Nachbardorf, der mich aufʼs und ein Jahr später zum ersten eigenen Pferd brachte. Es war toll, viele Ausritte durch die Altmark, trotzdem irgendwann die Frage nach „mehr“, die mich zu einigen Camps bei Uwe Weinzierl führte. 

Hof und Menschen ließen mich nicht mehr los und seit 2017 kann ich bei Weinzierl Horsemanship meinen Beruf als Grafikerin und meine Pferde-Leidenschaft miteinander verbinden. 2018 habe ich dort meine Trainerausbildung gemacht und bin seitdem als mobile Trainerin in der Altmark und im Wendland unterwegs. Um mich weiterzubilden besuche ich Kurse und schaue mich bei anderen Horsemanship-Trainer*innen um. Dabei suche ich bewusst nach verschiedenen Ansätzen, zum Beispiel bei Thomas Günther, Elsa Sinclair oder Sharon Wilsie.

Als Horsemanship-Trainerin stelle ich die individuelle Mensch-Pferd-Beziehung in den Mittelpunkt. Ein elementares Bedürfnis von Pferden ist Sicherheit. Bevor ein Pferd fressen und trinken kann, muss es sich sicher fühlen. Bevor ein Pferd seine Sozialkontakte pflegen kann, muss es sich sicher fühlen. Bevor ein Pferd seine Neugier und seinen Spieltrieb befriedigen kann, muss es sich sicher fühlen. 

Wenn wir möchten, dass unser Pferd entspannt mitarbeiten und lernen kann, müssen wir ihm diese Sicherheit vermitteln. Dafür müssen wir Führungskompetenz entwickeln – noch lieber mag ich das englische Wort „Leadership“. 

Als ich mit einer meiner Schülerinnen (9 Jahre alt) über ihren Wunsch sprach, dass sie mit ihrem freien Pferd überall hin gehen könne, dass es ihr folge – auch außerhalb des Roundpen – fragte ich sie, was es wohl brauche, damit das funktioniere. Ihre Antwort: „Ich brauche eine starke Anziehungskraft.“ Ich war beeindruckt, denn in diesem einfachen Satz steckt die ganze Antwort. Wenn die (An-)ziehungskraft von Halfter und Seil fehlt, muss unsere Körpersprache, unser Verhalten, unser Verständnis, unsere Kompetenz in Pferdekommunikation so gut sein, dass wir für das Pferd so anziehend werden, dass es uns gerne folgt.

Darin möchte ich Euch unterstützen: eine so starke und stabile Beziehung zu Euren Pferden zu entwickeln, dass ihr miteinander alles erreichen könnt.

Ich liebe es, dass meine verschiedenen Berufe mir soviel Abwechslung bringen, dass keiner von ihnen je langweilig wird, dass sie sich immer wieder überschneiden und verbinden, dass die Interaktion mit Menschen und Pferden mich in Glück, Aufregung und Begeisterung versetzt und dass ich am Schreibtisch zur Ruhe kommen kann, wo ich mich im Stillen über einen, im Foto eingefangenen, einmaligen Moment freuen kann.